Die ausgestellten Fotos sollen zum Nachdenken, Diskutieren und Reflektieren einladen. Sie zeigen Beispiele von Mauern und Grenzen weltweit. Bei Interesse am Kauf einzelner Bilder, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Titelbild: Graffiti auf den Resten der Berliner Mauer

Die ca. 160 km und 3,60 m hohe Berliner Mauer riegelte mehr als 28 Jahre West-Berlin hermetisch von der DDR ab. Sie war markantes Symbol des Kalten Krieges und ergänzte die 1.378 km lange innerdeutsche Grenze zwischen der DDR und der BRD. Beim Versuch des „ungesetzlichen Grenzübertritts“ galt für DDR-Grenzsoldaten der Schießbefehl. Die genaue Zahl der Todesopfer ist nicht bekannt; wird aber auf 136 – 245 geschätzt. Am Abend des 9. November fiel die Berliner Mauer unter dem Druck der Freiheit fordernden friedlichen Revolution der Bürger der DDR.

Bild 3: Betende Jüdin an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem

„Women of the Wall“ fordert seit 30 Jahren, dass Frauen mit den gleichen Rechten und Symbolen wie Männer an der Klagemauer („Kotel“) beten dürfen. Die 48 m lange und 18 m hohe Mauer ist eine religiöse jüdische Stätte und symbolisiert den ewigen Bund Gottes mit seinem Volk.

 

Bild 4: Ghetto-Mauer von Warschau (mit der Inschrift: „Ein Stein dieser Mauer befindet sich im Yad Vashem Museum“)

Die Mauer (mit der Inschrift: „Ein Stein dieser Mauer befindet sich im Yad Vashem Museum“) um das Warschauer Ghetto war etwa 18 km lang und 3 m hoch. Sie trennte ab dem 15.11.1940 die jüdischen von den „arischen“ Bürgern der Stadt. Das von den deutschen Behörden „Jüdischer Wohnbezirk in Warschau“ genannte Ghetto wurde zum Sammellager für Deportationen in das SS-Vernichtungslager Treblinka. 1941 hatte das Ghetto 450.000 Einwohner auf einer Fläche von 3,1 km2.

Bild 5: Zaun vor einem Minenfeld mit spielendem Kind auf den Golanhöhen

Selbst ein Zaun hält dieses Kind nicht ab auf einem wegen Landminen gesperrten Areal zu spielen. Auch Jahre nach Ende kriegerischer Konflikte führen Minen zu Tod und Verstümmelung von Menschen. Es wird geschätzt, dass in den letzten 30 Jahren ca. 1 Millionen Menschen durch Minen starben; ca. ein Viertel davon waren Kinder.

Bild 6: Fahrzeuge und Graffiti hinter der Mauer von Bethlehem

Eine bis zu 8 m hohe und 759 km lange israelische Sperranlage verläuft entlang der Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland. Nördlich von Bethlehem verläuft die „Mauer von 2005“ und trennt u.a. Bethlehem vom nur einen Steinwurf entfernten Jerusalem. Bei all den schrecklichen Dingen, die sich beide Seiten angetan haben, sollte eines klar sein: In Stein gemeißelte Standpunkte schaffen solche Mauern. Manchmal ist es klüger mehrere Wahrheiten gelten zu lassen.

Bild 7: Beirut – Mauerreste aus dem 15jährigen Bürgerkrieg im Libanon

Ein schon langer, schwelender Konflikt zwischen prowestlichen Christen und arabischen Nationalisten eskalierte nach einem Attentat und löste mit offenen Kämpfen den Libanesischen Bürgerkrieg (1975-1990) aus. Er folgten u.a. Massaker in Karantina, Damur, Sabra und Schatila sowie erbitterte Häuserschlachten mit immensen Todesopfern. Insgesamt verloren über 150.000 Menschen ihr Leben, 115.000 wurden verletzt, 20.000 gelten bis heute als vermisst und 800.000 flüchteten.

Bild 8: Mauer und Wachturm der ehemaligen US-Botschaft in Teheran

Hinter dieser Mauer wurden 52 Diplomaten der USA für 444 Tage (04.11.1979-20.01.1981) als Geiseln genommen. Sechs weiteren US-Diplomaten gelang die Flucht in die kanadische Botschaft von wo aus sie in der Operation „Canadian Caper“ außer Landes gebracht werden konnten. Heute zeigen hasserfüllte Graffitis an der Mauer noch immer den tiefen Konflikt zwischen den USA und dem Iran

Bild 9: Chinesische Mauer

Die wohl gewaltigste Mauer der Welt ist die etwa 21.000 km lange, 6 - 9 m hohe und 4 – 8 m breite Chinesische Mauer. Früheste Teile entstanden bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Ein neuer Mauerabschnitt wurde 214 v. Chr. zum Schutzwall des ersten chinesischen Kaisersreichs vor Angriffen und Raubüberfällen nomadischer Reitervölker aus dem Norden und später vor den Mongolen. Forscher schätzen, dass es beim Bau der Mauer, zugegeben ein architektonisches Meisterwerk, bis zu 1 Million Todesopfer gab.

Ferner: Tiltelbilder "Hoffnung" und "Kind Jemen"

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© Pia Thauwald